Kaum ein Ganove raubt heute noch eine Bank mit Pistole und Ski-Maske aus. Heute gehören ein Computer, eine effiziente Software vom Schwarzmarkt und ein Internetanschluss dazu, um Konten in Größenordnungen abzuräumen.

Dabei müssen die Täter noch nicht mal, oder noch viel zu selten, die Polizei im Nacken fürchten. Das alles, weil nicht nur jedes Land gern sein eigenes Süppchen in der Strafverfolgung kocht. Es fehlt an vielen Stellen auch an moderner Technik und Software. Mit einem Trabant kann eben schlecht ein Porsche verfolgt werden. Hinzu kommen veraltete Strukturen der realen Strafverfolgung, die mit dem virtuellen globalen Netz längst nicht mehr mithalten können. Die Täter kennen eben keine Grenzen, weder die in Deutschland noch in Europa. Insofern ist es gut, dass sich die Polizei und Staatsanwaltschaften endlich auch zentrale Kompetenzzentren schaffen, in denen Ermittler zwischen Nullen und Einsen im Internet auch die Spuren erkennen.