Jürgen Klopp ist sich bei der Verkündung seines Abschieds als Trainer von Borussia Dortmund treu geblieben. Dafür gebührt dem Fußball-Lehrer großer Respekt. Der 47-Jährige prägte nicht nur die letzten sieben Jahre beim BVB, Klopp hat auch erkannt, wann es Zeit ist zu gehen. Das ist selten im Millionen-Spiel Bundesliga.

Klopp hat in seiner Schaffenszeit beim BVB neben seinem fußballerischen Sachverstand vor allem immer auf Emotionen gesetzt und damit den Nerv seiner ehemals jungen, erfolgshungrigen Mannschaft und der Menschen im Ruhrpott getroffen. Authentisch, ehrlich, offen. Legendär sind seine Wutausbrüche am Spielfeldrand, gefürchtet seine bissigen Sprüche an die Adresse der Journalisten. Das System Klopp hat sich aber in sieben Jahren BVB abgenutzt, darüber konnten die warmen Worte und feuchten Augen beim Verkünden des Abschieds nicht hinwegtäuschen. Klopps Abgang könnte jetzt letztmals neue Kräfte und Emotionen beim BVB freisetzen und im DFB-Pokal-Endspiel münden. Tränen sind dann gewiss. So oder so.