Für die 44 Mitarbeiter der Magdeburger Albi-Tochter ist die Schließung des Unternehmens ein Schock. Der moderne Produktionsbetrieb macht nach 24 Jahren seine Tore dicht. Und das, obwohl sich der Absatz der Qualitätssäfte in den vergangenen Jahren nicht verringert hat, wie das Unternehmen versichert. Angesichts der Fülle an Billig-Getränken in Discountmärkten hätte man das vermuten können.

Nein, der eigentliche Grund ist der Wandel in der Getränkeindustrie weg von der Mehrweg-Glasflasche hin zum Saftkarton. So muss nicht mehr wie noch in Glas-Zeiten verbrauchernah produziert werden, sondern die Ware wird von einem Produktionsstandort aus in ganz Deutschland verteilt. Das verbilligt die Produktion.

Albi hat sich für sein Stammhaus entschieden. Das ist nachvollziehbar. Die Folge ist aber: Nun sind jeden Tag wieder einige Lkw mehr auf den Straßen unterwegs. Wer das nicht gut findet, muss beim regionalen Erzeuger kaufen. In Sachsen-Anhalt gehört Albi nun nicht mehr dazu.