Die Bundesgartenschau wird zum ersten Mal nicht in einem städtischen Zentrum, sondern im Verbund aus kleinen Städten in einer ländlichen Region abgehalten. Der Vorteil: Viele Kommunen haben ein Stück abbekommen vom Buga-Kuchen. Nicht die Konkurrenz untereinander, sondern das Ziel, gemeinsam die Havelregion touristisch besser zu entwickeln, wurde mit der Vergabe gefördert.

Doch diese Vergabepraxis hat auch Nachteile. Die vielen einzelnen Projekte an unterschiedlichen Orten erschweren Besuchern den Zugang. Wer nicht einen mehrtägigen Urlaub in dem 70 Kilometer langen Gebiet plant, ist vielleicht weniger stark motiviert, in das Havelland zu reisen. Wäre es besser gewesen, an einem Ort zu klotzen, als an vielen Orten zu kleckern? Das entscheiden die Besucher - im Buga-Jahr 2015, vor allem aber weit darüber hinaus. Wird die Havelregion langfristig noch stärker als bisher zum touristischen Anziehungspunkt, wurde das Geld gut angelegt.