Der Prozess gegen zwei Tagesmütter ist abgeschlossen. Mit dem Freispruch endet für zwei Frauen eine Zeit, in der sie durch die Hölle gegangen sein müssen. Mehrere Jahre des persönlichen und beruflichen Absturzes liegen hinter ihnen. Freispruch hin oder her - für die Tagesmütter dürfte dies nur ein ganz schwacher Trost sein. In ihrem Leben ist jetzt nichts mehr so, wie es einmal war.

Wie konnte es soweit kommen? Polizei und Staatsanwaltschaft haben offensichtlich schlampig gearbeitet. Sie sind gehalten, in alle Richtungen zu ermitteln. Sie sollen Belastendes wie auch Entlastendes gleichermaßen beachten.

In diesem Fall allerdings scheinen die Ermittlungen nur sehr einseitig geführt worden zu sein. Es wurde Zeugen geglaubt, die sich im Laufe der Gerichtsverhandlung als nicht sonderlich glaubwürdig erwiesen.

Hätten Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Hausaufgaben ordentlich gemacht, wäre es nie und nimmer zur Anklage gekommen.