Über die Streitereien im Magdeburger Stadtgartenverband ist zu wenig bekannt, um sich darüber seriös ein Urteil erlauben zu dürfen. Kein Geheimnis ist indes, dass die Probleme im Kleingartenwesen in den nächsten Jahren zunehmen werden. Die Bevölkerungsentwicklung in Sachsen-Anhalt ist deutlich negativ. Die moderne Lebensart der jungen Familien bringt dem Schrebergarten immer weniger Sympathie entgegen. Das muss man nicht gut finden, aber das sind die Fakten.

Damit die Probleme in den Verbänden und Vereinen mit steigendem Alter der Führungskräfte und mit zunehmendem Leerstand nicht irgendwann außer Kontrolle geraten, ist mehr Hilfe von außen notwendig. Land und Kommunen brauchen einen Masterplan: Wie sieht die Gartenanlage 2030 aus? Sind das Lauben-Wohngemeinschaften? Kleine Parks? Bio-Plantagen? Wer bezahlt den Rückbau von Parzellen? Die Vorgänge im Magdeburger Verband sind ein erstes Alarmsignal. Weitere werden folgen.