Die Parteien in Sachsen-Anhalt, von der Linken bis zur FDP, wollen im beginnenden Landtagswahlkampf eine Schwachstelle der CDU/SPD-Landesregierung ausgemacht haben: die Wirtschaftspolitik. Wasser auf die Mühlen der Kritiker ist, dass Sachsen-Anhalt im Wirtschaftswachstum aktuell den letzten Platz belegt.

Vor allem der zuständige CDU-Minister Hartmut Möllring wird parteiübergreifend scharf attackiert. Der Niedersachse ist mit einer Bärenruhe ausgestattet. Wohlmeinende finden seine Art, Politik zu machen, unaufgeregt. Andere nennen sein Agieren lustlos und schlafmützig. So oder so, Möllring bietet auf jeden Fall Angriffsfläche. Es ist zu erwarten, dass die Wirtschaftspolitik im Wahlkampf zu einem ganz zentralen Punkt wird.

Zumal jetzt auch SPD-Spitzenkandidatin Katrin Budde, die 2001/2002 schon einmal Wirtschaftsministerin war, dieses Thema zur Chefsache erklärt. Die forsche Magdeburgerin hat in den Angriffsmodus geschaltet und deutlich gemacht, dass sie den Koalitionspartner CDU und auch Möllring nicht schonen wird.