Sachsen-Anhalts Landesregierung wird Container auf dem Gelände der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt aufstellen lassen. Dort sollen 500 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Opposition im Landtag kritisiert die Containerlösung als "schlechteste Variante" und "nicht akzeptabel". Doch in der momentanen Situation hat das Land keine echte Alternative. Andere Optionen wurden geprüft und verworfen.

Jetzt drängt die Zeit. Die Prognosen für die Asylbewerberzahlen werden stetig nach oben korrigiert, zugleich sind die derzeitigen Kapazitäten in Halberstadt erschöpft. Es müssen also ganz schnell neue Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden.

In dieser Situation ist das Aufstellen von Containern eine sachgerechte Lösung. Zumal das Containerdorf nur übergangsweise bestehen soll. Geplant ist, dass im Land spätestens Mitte 2016 eine zweite Anlaufstelle für Asylbewerber hergerichtet ist. Das dürfte die Lage ein wenig entspannen. Sachsen-Anhalt