Ein Wolfspaar zeugt im Schnitt fünf Welpen im Jahr. Wie rasant die Zahl der Tiere somit über die Jahre ansteigt, lässt sich leicht errechnen. Um so unverständlicher ist es, dass das Land seine Hilfen für Viehbauern seit 2008 kaum ausgeweitet hat. Zwar wurde 2013 eine Förderung für Elektrozäune eingeführt. Doch das reicht nicht aus.

Die Landwirte brauchen eine angemessenere Entschädigung für gerissenes Vieh. Hilfreich wäre eine Berechnung, die auch entgangene Gewinne und Folgeschäden nach einer Wolfsattacke mit einbezieht. Sie brauchen auch mehr Beratung. Doch statt Personal aufzustocken, werden Stellen gestrichen. Die zwei Verträge von Biologen, die beim Wolfsmonitoring halfen, gibt es seit diesem Jahr nicht mehr, man setzt hier stärker auf Ehrenamtler. Und wenn jetzt der WWF seine Beraterin für Schutz vorm Wolf bei der Referenzstelle des Landes abzieht, wird nicht gleich ein Ersatz eingesetzt. Das ist wenig hilfreich, wenn man doch will, dass der Wolf akzeptiert wird.