Hätte sich Heidi Klum doch beizeiten auf ein Sprichwort aus ihrer Heimat besonnen: Wenn`s am schönsten ist, soll man aufhören. Bei ihrer Model-Show ist, abgesehen von vereinzelten dünnen Damen, schon lange nichts mehr schön. In den ersten Jahren schien es zumindest noch lohnenswert, sich von der Casting-Gouvernante zu fragwürdigen Fotoshootings beordern zu lassen. Winkte doch ein Vertrag mit IMG, Model-agentur mit Sitz in der Metropole Paris. Inzwischen landen die Siegerinnen im Bergischen Land, bei der Firma von Klums Vater. Auch die Quoten sind längst nicht mehr glamourös.

Die Macher halten verzweifelt dagegen - auf Kosten der Kandidatinnen. Das eigentliche Ansinnen der Show weicht einer Inszenierung von Zickenkriegen, die dem "Bachelor" in nichts nachsteht. Der fatale Unterschied ist nur, dass die Model-Mädels glauben, man wolle ihnen ernsthaft zu einem Beruf verhelfen. Höchste Zeit, alle Beteiligten von ihrem Elend zu erlösen.