Die Kommunen stöhnen unter den hohen Kosten, die durch die Beschlagnahme gefährlicher Hunde entstehen. Die Bürgermeister verweisen gemeinsam zu Recht auf eine grundsätzliche Schieflage: Das Land oder der Bund erlassen Gesetze, die von den Kommunen nicht nur ausgeführt, sondern auch bezahlt werden müssen. In der Praxis hilft auch der gut gemeinte Vorschlag nicht: Holt euch das Geld doch von den Haltern der Hunde! Denn da gibt es häufig nichts zu holen. Eine Lösung muss darauf hinauslaufen, dass den Kommunen bei der Tierunterbringung finanziell unter die Arme gegriffen wird.

Unabhängig von diesen finanziellen Problemen zeigt die Entwicklung aber auch, dass das sogenannte Kampfhundegesetz positive Seiten hat und zu greifen beginnt. Bei den Haltern von gefährlichen Hunden trennt sich langsam die Spreu vom Weizen. Wenn allein in Magdeburg 120 Halter mit ihren Staffords oder Pitbulls Wesentests erfolgreich abgelegt haben, zeigt das, dass es auch verantwortungsvolle Halter gibt, die mit ihrem Hund umgehen können. Diese Hundehalter sind auch bereit, etwas mehr Geld auszugeben. Das ist – hoffentlich – ein Indiz dafür, dass diese Hunde in guten Händen sind. (Seite 1)