Im Kostenkampf der Kommunen legt die Stadt Lemgo ein Konzept vor, das sich auch am Tage sehen lassen kann: Die nächtliche Straßenbeleuchtung wird nur bei Bedarf eingeschaltet. Der Bürger bestimmt selbst, wann dies der Fall ist – und zwar mit seinem Telefon. Ein Beispiel, das nicht nur in Nordrhein-Westfalen Anhänger finden dürfte.

Vorbei wäre zum Beispiel die Fahrt über die lichterlose Tangente in Magdeburg. Handy gezückt und es werde Licht. Kostengründe heißt es von den Entscheidungsträgern zur Begründung, dass der Lichtschalter aus bleibt. Bei klammen Kassen nachvollziehbar. Mit "Licht gegen Anruf" werden die berühmten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Kommunen tragen nur die Energiekosten, die durch den Bedarf der Einwohner anfallen, Pauschalen fallen weg. Und die Sicherheit auf Straßen und Gehwegen wäre gewährleistet.