Bröckelt da etwa, vor den Augen einer ebenso fasziniert wie fassungslos zuschauenden Fußball-Gemeinde, eine nationale Institution? Binnen Wochenfrist, nach der blamablen Liganiederlage gegen Dortmund und dem Scheitern im Pokal, steht der FC Bayern vor dem Scherbenhaufen einer katastrophalen Saison: Kein Meistertitel, kein Pokalsieg.

Das Team wirkt frustriert nach diesen K.o.-Schlägen. So sind die sonst so stolzen Bayern im März 2011: Ein Ensemble der Unzufriedenen, ohne Zusammenhalt und mit einem Trainer, der vor lauter Arroganz kein Rezept findet, die fatale Niederlagenspirale zu stoppen.

Von den derzeitigen Beschwichtigungsversuchen der Chefetage an der Säbener Straße sollte sich niemand täuschen lassen. Wenn es an die Substanz geht, kennen die Hoeneß & Co. keine Verwandten. Wer daran zweifelt, sollte einmal bei den Herren Rehhagel, Magath oder Klinsmann nachfragen. (Sport)