Die Entscheidung des neuen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich, für den Aufbau Ost seinen Staatssekretär Christoph Bergner verantwortlich zu machen, kann durchaus zwiespältig gesehen werden. Zum einen könnte der Verdacht entstehen, als wollte der Bayer die Aufgabe, die bisher bei den Ressortchefs lag, an eine untere Ebene abschieben. Zum anderen sieht es professionell aus, den Ostaufbau an jemanden aus dem Osten zu übertragen.

Egal, wie es gesehen wird, mit Bergner steht für die Belange der neuen Länder ein Mann an der Spitze, der wie kein anderer dafür geeignet ist. Der 62-Jährige kennt die DDR, die Wende- und die Aufbaujahre. Er weiß, dass der Aufbau Ost heute anders als noch vor zehn Jahren gesehen wird, weil vieles schon erreicht worden ist. Aber noch nicht alles. Deshalb darf das Thema nicht vernachlässigt werden. Und dafür steht der Hallenser. (Die Seite Drei)