Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs, der die Deutsche Bank wegen einer verlorenen Zinswette zur Zahlung von Schadenersatz an ein Unternehmen verurteilte, muss man jetzt keine große populistische Attacke reiten. Dass bei solchen speziellen Wetten der Gewinn der Bank gleichbedeutend mit einem Verlust des Kunden ist, braucht man ihr nicht vorzuwerfen. Erstens hätte es auch andersherum kommen können, und zweitens gehören zum Geschäft immer zwei. Die Frage ist nur: Wer ist hier gieriger?

Und genau das kann es nicht sein. Wenn Banken, Unternehmen, Kommunen und Zweckverbände in Erwartung des Sechsers mit Superzahl das Rad immer schneller drehen, geht jegliches Maß verloren. Dem kann man ganz schnell etwas entgegensetzen: Wetten ins Blaue tut man nicht, Wetten mit Steuergeldern gehören verboten. (Seite 1/Wirtschaft)