Die Bundesregierung lässt eine Kommission die Sicherheit deutscher Atomkraftwerke neu bewerten. Die Reaktorkatastrophe in Japan hat sie dazu veranlasst. Vor einem halben Jahr, also vor der Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke, hielt die Regierung eine solche Prüfung nicht für nötig. Man darf das als Bückling vor der Atomlobby bewerten.

Neben den Technikern soll eine zweite Kommission gebildet werden. Sie soll über ethische Fragen der Atomkraft befinden. Es ist wohl nicht unethisch, zu Lasten des Profits der Energiekonzerne für mehr Sicherheit zu sorgen. Unethisch ist es, große Gewinne zu erzielen und die Kosten, die die strahlenden Abprodukte verursachen, zu vergesellschaften. Weil die Allgemeinheit noch lange schwer an dieser Last zu tragen hat, ist diese Technologie auch Sinnbild dafür, wie heutige Generationen auf Kosten der Nachwelt leben. Was eigentlich soll diese zweite Kommission uns Neues sagen? (Seite 1 /Politik)