Oskar Lafontaine spielt mit dem Gedanken, wieder aktiv in der Führung der Linkspartei mitzumischen. Die Rolle des Stehaufmännchens ist ihm nicht fremd - nach der Flucht als Finanzminister aus der damaligen Regierung Schröder und aus der SPD ließ er ein fulminantes Comeback in der Linkspartei folgen. Die Genossen wussten, was sie an ihm hatten. Ohne den gewieften und bekannten Lafontaine hätte es die Linke wohl in kein westdeutsches Landesparlament geschafft.

Der Saarländer ließ via Gregor Gysi mitteilen, dass er für "Notsituationen" bereitstünde. Seit den vergeigten Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist die Not bei der Linkspartei groß. Das Führungsduo - die kommunismuslastige Gesine Lötzsch und der Porsche fahrende Klaus Ernst - macht seine Sache eher schlecht als recht. Für Lafontaine wäre es ein innerer Vorbeimarsch, wenn die Partei ihn riefe.(Politik)