Das digitale Radio wird seinen analogen Vorläufer über kurz oder lang ablösen. Für den Hörer ist der Vorteil offensichtlich. Datendienste liefern Verkehrsinfos, mehr Programmvielfalt befriedigt auch Bedürfnisse nach Literatur, Klassik und Jazz. Und neue Geräte sind preiswert. Ein Digitalradio-Chip fehlt bald in keinem Handy mehr.

Umso ärgerlicher ist es, wenn ganze Landstriche über Jahre das neue Radioangebot nicht empfangen können. Der Hörer in Stendal hat Rundfunkgebühren in gleicher Höhe bezahlt wie der Hörer in Merseburg, der zufällig in einer bevölkerungsreicheren Ecke wohnt. Es ist falsch, wenn der Staat beide gleich abkassiert, aber die Modernisierung seines Rundfunks weitgehend dem Markt überlässt. So entsteht Ungerechtigkeit.(Sachsen-Anhalt)