Bei solchen Sätzen wird der Trainer von Energie Cottbus, Claus-Dieter Wollitz, womöglich leicht lächeln. Als DFL-Chef Reinhard Rauball gestern über die Sicherheit in den Stadien ein positives Jahresresümee zog, sagte er nämlich: "Der Fußball ist nicht die Ursache für Gewalt." Wollitz hat in dieser Saison dagegen schon mal überlegt, das Handtuch zu werfen beim Zweitligisten, weil ihm die eigenen Fans zu irre und zu gewaltbereit dahergekommen waren. War das nur sein persönliches Missverständnis?

Zum Fußball gehören viel Tradition - deshalb Identifikation, deshalb Liebe, grenzübergreifend zum Fanatismus - und viel Bier: Alles zusammen kann tatsächlich eine explosive Mischung ergeben.

Die 3-2-3-2-Lehre vom Fußball ist sicher keine Ursache für Gewalt. Es sind vielmehr die Emotionen, die Fan und Verein verbinden. Wer diese unterschätzt, hat Fußball eigentlich nicht verstanden.(Sport)