Vergammelte Lebensmittel, dreckige Küchen, schlampiges Personal. Es gibt sie mancherorts, die Ekel-Restaurants. Die Verbraucherschutzminister wollen die schwarzen Schafe in der Branche an den Pranger stellen. Eine bunte Farbskala soll künftig am Eingang von Gaststätten hängen und Lokalbesuchern verraten, wie die letzte Lebensmittelprüfung ausgefallen ist.

Auf den ersten Blick verspricht das mehr Transparenz. Doch der Teufel liegt, wie so oft, im Detail. In der Gastromonie herrscht eine große Fluktuation. Was passiert etwa bei einem Betreiberwechsel? Bleibt die Bewertung dann hängen? Wird der neue Pächter womöglich für die Sünden des alten gebrandmarkt? Für solche Fälle müssen ganz klare Regelungen getroffen werden.

Allerdings: Schon jetzt gibt es viel zu wenig Lebensmittelkontrolleure. Wer ein solches Kenzeichnungssystem wirklich will, der muss für die notwendigen häufigeren Prüfungen auch Extra-Gelder bereitstellen. (Seite 1)