Das Bundeskartellamt findet, dass die Benzinpreise zu hoch sind. Aha, dieser Meinung ist das deutsche Kraftfahrervolk schon lange. Es fühlt sich von den Mineralölkonzernen nach Zitronenart ausgepresst. Und siehe da, so ist es auch - bestätigt eine Langzeituntersuchung des Kartellamtes.

Die Treibstoff-Vertreiber gehen dabei ganz banal vor. Keine Preise zuflüstern in dunklen Hinterzimmern - nein, mit schlichter Ausspäherei wird da gearbeitet, haben die Wettbewerbshüter herausgefunden. Hier ein Centchen mehr heißt kurz darauf auch da ein Centchen mehr, egal ob die Zapfsäulen rot-gelb, blau oder orange angemalt sind.

Von der Regierung ist gegen diese Praktiken nichts zu erwarten. Die Kunden müssen sich selbst helfen. Indem sie etwa eigene Preisspäher-Netze aufbauen. Auch ein Käuferstreik kann Wunder wirken - siehe E-10-Schwachsinn. (Wirtschaft)