Die Äußerung der Vize-Chefin der Linken Sarah Wagenknecht im Zusammenhang mit der Neubesetzung des Postens des Bundesbank-Präsidenten, die Personalrochaden machten den "Inzest" bei der Besetzung der mächtigsten Positionen im Land deutlich, ist widerlich.

Natürlich ist Jens Weidmann als langjähriger Wirtschaftsberater der Kanzlerin durch sie geprägt. Das heißt aber nicht, dass er die Bundesbank, aus der er übrigens kam und wo er im wichtigsten Ressort Geldpolitik tätig war, parteipolitisch instrumentalisieren wird. Im Gegenteil. Durch seine Arbeit im Bundeskanzleramt hat Weidmann gelernt, wie politische Ziele zu erreichen sind. Von dieser Fähigkeit wird er profitieren, wenn es in der Europäischen Zentralbank um wichtige Währungsweichenstellungen für den Euro geht. Diesen existenziellen Zusammenhang vermag Frau Wagenknecht nicht zu erkennen. Man muss sich für sie entschuldigen. (Wirtschaft)