Vor einer Woche Schüsse in Berlin und eine fast hingemeuchelte Athletin, davor obszöne Manager-Beschimpfungen beim Klitschko-Kampf, jetzt der Skandal von Magdeburg – das deutsche Berufsboxen muss höllisch aufpassen, nicht wieder in ein Fahrwasser zu geraten, das es längst verlassen zu haben glaubte. Nämlich in den Strudel sportfeindlicher Aktionen, von brutaler Gewalt und in den Dunstkreis von, sagen wir es vorsichtig, zweifelhaften Typen.

Selbst wenn das, was da in der Nacht zum Sonntag im und am Ring der Bördelandhalle geschah, das Werk eines Einzelnen gewesen sein mag, der plötzlich Amok läuft, die Alarmglocken bei den Verantwortlichen müssen laut läuten. Ganz laut. Denn Jagdszenen wie in Magdeburg bringen die gesamte Box-Szene in Verruf. Deshalb kann es für Typen wie Gevor nur einen Weg geben: Sie gehören aus dem Ring gesperrt. Ohne Wenn und Aber. Und für alle Zeit.