Déjà-vu für Dominique Strauss-Kahn: Als Chef des Internationalen Währungsfonds war der Franzose schon 2008 aufgrund einer Sex-Affäre in die Kritik geraten. Nun wird die Triebgesteuertheit Strauss-Kahn erneut zum Verhängnis – er wird wegen versuchter Vergewaltigung angeklagt. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, wird es diesmal schlimmere Konsequenzen haben als 2008.

Die Anschuldigungen belasten nicht nur die Verhandlungen über Hilfen für die angeschlagenen Euro-Länder. Strauss-Kahn kommt nun auch nicht mehr als Kandidat für die französische Präsidentschaftswahl 2012 infrage. Den Sozialisten fehlt somit eine schillernde Figur. Freuen dürfte das vor allem die Konservativen um Nicolas Sarkozy, der sich derzeit auf dem absteigenden Ast befindet. Und auch Marine Le Pen von der rechtsextremen Front National wird sich den Fauxpas Strauss-Kahns zu Nutze machen.(Politik)