Im Computer-Zeitalter gibt es wohl kaum einen Bürger, der keine Datenspur hinterlässt: Vom Geldabheben bis zum Telefonieren – ein Klick und noch Monate später ist klar, wer mit wem wann und wie oft telefoniert hat. Oder auf welchem Sitz man vor fünf Jahren im Flugzeug in die USA saß.

Nun will offensichtlich der Computerkonzern Apple den Staat in seiner Datensammelwut noch übertreffen: Da fragt sich der besorgte Bürger, was geht es ein privates Unternehmen an, wo sich seine Kunden aufhalten. Dies macht nur Sinn, wenn Apple sensible Daten vermarkten will. Nicht nur mancher Scheidungsanwalt wird da Interesse zeigen. Man darf gespannt sein, ob diesem Treiben Grenzen gesetzt werden. Skepsis ist angebracht. Man könnte überspitzt auch zynisch sagen, wozu Polizisten zur Überwachung einsetzen, wenn es auch das iPhone kann. (Rund um die Welt)