Sparen, sparen, sparen bis zur Grenze des Erträglichen – es sind harte Zeiten für die Griechen. Das Aufbäumen im Massenstreik, der nicht der letzte gewesen sein wird, ändert daran wenig. Noch immer schwebt das Gespenst der Staatspleite über dem Land der Hellenen. Gerade hat daher Ministerpräsident Giogos Papandreou bei Bundeskanzlerin Angela Merkel um eine Frist für Kreditrückzahlungen an die EU und einen günstigeren Zinssatz nachgesucht.

Der klamme griechische Staatshaushalt könnte noch durch einen weiteren ungeplanten Posten belastet werden. Wenn die Aufstandswirren in Arabien zum befürchteten Exodus aus Nordafrika führen sollten, wäre Griechenland neben Italien und Malta Hauptbetroffener. Schon jetzt bildet der Flüchtlingszustrom der vergangenen Monate über die Türkei sozialen Sprengstoff. Der droht zu detonieren, wenn Tausende neue Flüchtlinge kommen.(Politik)