Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble fügt dem Entwurf des Bundeshaushalts eine Fußnote hinzu. Die zeigt an, dass die Sparauflagen im Verteidigungshaushalt ein wenig gelockert werden. Karl-Theodor zu Guttenberg bekommt ein Jahr Zeit geschenkt, um gut 8,3 Milliarden Euro einzusparen. Ein Schelm, wer dahinter so etwas wie Bewährungshilfe vermutet: Wenn sich der Baron schon als lausiger und unredlicher Wissenschaftler gezeigt hat, so soll er doch als tüchtiger Minister brillieren.

Nun gut. Nicht erst seit gestern, sondern seit Monaten mahnt Guttenberg, die Bundeswehrreform sei bei den harten Sparauflagen nicht zu finanzieren. Das muss man fairerweise anerkennen. Dennoch bleibt ein seltsamer Beigeschmack.

Sollte es Guttenberg vergönnt sein, das Ministeramt zu behalten und bei der Bundeswehrreform erfolgreich zu sein, sollte er bei den Quellenangaben Schäuble nicht vergessen. (Politik)