Als Autofahrer weiß man in diesen Tagen nicht, ob man über E10 lachen oder weinen soll. Lachen möchte man, weil selbst Umweltschützer ernsthaft infrage stellen, ob die mit dem Biokraftstoff wohl mehr erhoffte als versprochene Umweltentlastung tatsächlich zu erwarten ist. Allein dieser Fakt macht aus einer politischen Entscheidung mehr ein Possenspiel als ein zukunftsweisendes Signal.

Weinen möchte man, weil der so oft zitierte "kleine Mann" wieder einmal die Zeche zahlen muss. Durch überhöhte Preise soll er gezwungen werden, einen bürokratischen Akt zu akzeptieren, damit sich die Verantwortlichen letzten Endes bestätigt sehen. Ob E10 einen höheren Verbrauch, einen stärkeren Materialverschleiß und damit – natürlich – noch höhere Kosten für den Autofahrer mit sich bringt, ist dabei offensichtlich völlig nebensächlich. Und damit wird aus einer Posse ein Trauerspiel.