Die alpine Ski-Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen, so hatten es sich die Macher der deutschen Bewerbung um die Olympischen Winterspiele bereits schön ausgemalt, sollten die perfekte Visitenkarte für das ehrgeizige Projekt "München 2018" sein. Und in der Tat zeigten sich die WM-Gastgeber von ihrer allerbesten Seite: Ausverkaufte Zuschauerränge, erstklassig präparierte Pisten, tolle Stimmung, zufriedene Athleten, reibungsloser Ablauf. Kurzum, mit diesen skandalfreien Festspielen im Schnee hat Deutschland einmal mehr bewiesen: Yes, we can (organisieren)!

Sportlich gesehen lief es dagegen gar nicht so rund. Zweimal Bronze ist gemessen an den hohen Erwartungen enttäuschend. Die Chance, Werbung in eigener Sache zu machen, wurde vertan. Dem Schuss vor den Bug müssen Konsequenzen folgen. Damit die Bringschuld bestenfalls dann eingelöst werden kann, wenn‘s wirklich drauf ankommt: 2018. (Sport)