Sachsen-Anhalts Landessportbund geht knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in die Offensive. In einem Strategiepapier fordert der LSB, dass er so schnell wie möglich wieder die Entscheidungsgewalt über die Sportförderung zurückbekommt. Diese war ihm nach der vom Landesrechnungshof aufgedeckten Misswirtschaft in früheren Jahren zu Recht entzogen worden.

Doch seither hat sich dank gemeinsamer Anstrengungen von Landesregierung und Sportbund einiges zum Positiven entwickelt. Die Konsolidierungsbemühungen des finanziell arg angeschlagenen LSB gehen voran. Auftrieb erhält er dadurch, dass das Landgericht Halle eine Millionen-Klage gegen ihn abgewiesen hat.

Allerdings: Noch sind einige Baustellen offen, etwa die Frage der künftigen Finanzierung der defizitären Sportschule Osterburg. So lange wichtige Hausaufgaben unerledigt sind, sollten Autonomie-Forderungen nicht in den Vordergrund gerückt werden. (Sachsen-Anhalt)