Sie waren die Favoriten bei den Oscar-Nominierungen um die beste männliche und weibliche Hauptrolle – nicht nur weil Colin Firth und Natalie Portman bereits den Golden Globe gewonnen und auch noch Opossum Heidi hinter sich hatten. Firth und Portman waren in "The King’s Speech" und "Black Swan" so dominant, so ehrlich, so unglaublich verschmolzen mit ihren Rollen, dass eine andere Entscheidung der Jury die große Überraschung gewesen wäre.

Fernab eines Blockbusters liefern beide Schauspieler große Kunst, weil sie ihren Schmerz an den Zuschauer weitergeben. Der fühlt dieses Leiden an einer Sprachstörung, diesen physischen und psychischen Schmerz einer Ballerina. Das ändert unsere Sicht auf die vermeintliche Leichtigkeit einer anmutigen Ballettaufführung. Und einen Stotterer wird man mit ganz anderen Augen sehen. (Rund um die Welt)