Aus zwei Landtagen mit Pauken und Trompeten rausgeflogen, Baden-Württemberg gerade so geschafft – was muss noch passieren, bis die FDP-Chefs in Bund und Land das einzig Richtige tun und zurücktreten? Guido Westerwelle will eine "geordnete Diskussion über die künftige Führung", und Cornelia Pieper lässt seit Tagen die Frage offen und versteckt sich hinter dem Landesvorstand, der entscheiden soll.

Was haben diese Politiker bloß für ein dickes Fell? Der Wähler verpasst ihnen eine Ohrfeige nach der anderen, aber sie scheinen nichts zu spüren. Bereits am Wahlsonntag in Sachsen-Anhalt hätte die Landesvorsitzende Pieper die Verantwortung übernehmen und ihren Rückzug ankündigen müssen.

Die FDP war schon einmal acht Jahre nicht im Landtag. Wenn sie nicht schnellstens ein Zeichen für einen inhaltlichen und personellen Neuanfang setzt, könnte es diesmal noch länger dauern.