Der Boss von Eintracht Frankfurt zählt eigentlich eher zu den Besonnenen im Bundesliga-Geschäft. Wenn sich nun auch ein Heribert Bruchhagen in den Sog der Trainerentlassungen hineinziehen lässt, zeigt das nur, wie weit es in diesem Tollhaus schon gekommen ist. Es scheint inzwischen zum guten Ton zu gehören, seinen leitenden Angestellten zu feuern. In dieser Saison hat sich bereits mehr als die Hälfte der Eliteklubs von ihrem obersten Fußballlehrer getrennt. Und die Entwicklung geht munter weiter.

Dieses beispiellose Tohuwabohu verdeckt allerdings nur, dass es sich ausschließlich um eine Personen-Diskussion handelt. Die tatsächlichen Probleme des deutschen Klubs-Fußballs werden kaum noch angesprochen. Dabei sind sie mit Händen zu greifen. Mit Schalke steht nur noch ein einziger Verein im Viertelfinale der Champions League, in der Europa League machen wir in dieser Phase überhaupt nicht mehr mit.