Die Atom-Ethik-Kommission arbeitet. Sie soll der Bundesregierung zu einer nationalen Energiestrategie für die nächsten Jahrzehnte verhelfen. Und die ganze Gesellschaft soll dies als Leitlinie akzeptieren. Eine von mehreren Voraussetzungen dafür ist ein öffentlicher Diskussions- und Entscheidungsprozess. In ihm erfährt jedermann Argumente unterschiedlicher Interessengruppen. Wer sich auf diesem Wege ein Bild machen kann, wird lernen, dass der Atomausstieg zum einen mehr Sicherheit verspricht, zum anderen nicht nur Geld kostet, sondern auch verschwenderische Konsumenten-Gewohnheiten auf den Prüfstand stellt.

Wir wissen doch schon lange, dass wir mehr verbrauchen, als unser Planet hergibt. Wir sägen kräftig an dem Ast, auf dem auch unsere Enkel noch sitzen sollen. So verleiht ein möglicher Atom-Ausstieg auch Träumen Flügel. Träumen von einem Wandel, in dem großer Wohlstand nicht länger mit einem unwiderbringlichen Verbrauch von Ressourcen einhergeht. (Politik)