Bereits im Ermittlungsverfahren und im sogenannten Zwischenverfahren, in dem es um die Frage ging, ob die Totschlags-Anklage gegen den Schwerstbehinderten vom Gericht überhaupt zugelassen wird, hatte es Zweifel an der Schuld des 32-Jährigen gegeben. Warum – wenn der Verdacht auf solch tönernen Füßen stand – dann einen Mann mit schwerer Hirnschädigung überhaupt noch vor die Schranken des Gerichts zerren?

Die Antwort ist ebenso einfach wie einleuchtend. Es geht um Rechtssicherheit. Sich ohne Prozess – sozusagen per Ferndiagnose – ein abschließendes Urteil vom Fall zu bilden, wäre mehr als fahrlässig gewesen. Gerade in einem Verfahren, in dem es um den Tod eines Menschen geht, darf nicht der Hauch eines Zweifels bleiben.

Wie verantwortungsvoll das Gericht gehandelt hat, als es entschied, das Hauptverfahren zu eröffnen, zeigen die im Prozess herausgearbeiteten Indizien. Sie haben das Bild des Geschehens scharf gezeichnet.