Es war einmal eine Partei, die hieß FDP ... Wer das glaubt, der hat ihren Quedlinburger Parteitag nicht miterlebt. Rund 200 Delegierte haben nach der desaströsen Wahlniederlage den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Ähnlich wie 1996, als die Liberalen schon einmal aus dem Landtag geflogen waren, finden sich auch jetzt wieder Parteimitglieder und Sympathisanten zusammen, um die Idee des Liberalismus nicht untergehen zu lassen.

Sicher sieht es nicht unbedingt nach einem Neuanfang aus, wenn der Wahlverlierer neuer Landeschef wird und die Wahlkampfleiterin zu seiner Stellvertreterin aufsteigt. Sie haben jedoch eine zweite Chance verdient. Die Ursachen für das Tief der FDP liegen in erster Linie nicht im Land, sondern in Berlin. Jetzt muss Kärrnerarbeit geleistet werden, dann leben Totgesagte auch länger.