Im Tal der Thekenberge liegen Hunderte Menschen verscharrt. Jahrzehntelang trampelten jene, die die Opfer des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge ehren wollten, über die Massengräber hinweg, um Kränze und Blumen niederzulegen. Dies war ein unhaltbarer Zustand, der endlich beseitigt worden ist. Flache Sandsteinhügel schützen nun die Totenruhe, und zeigen auch dem unwissenden Passanten: Hier ist ein Gräberfeld. Ein würdevoller Ort des Gedenkens und der Trauer ist entstanden.

Traurig ist nur, dass es weit mehr als zehn Jahre gedauert hat, bis den ersten Umgestaltungsideen auch Taten folgten. Viele, die das Lager überlebten, erlebten den gestrigen Akt, der den Opfern ihre Würde zurückgegeben hat, nicht mehr. Traurig wäre, wenn das Projekt des Fördervereins, Namenstafeln für die Toten an den Gräbern anzubringen, auch wieder mehr als zehn Jahre brauchen würde.