Es gibt sie, die Lehrerin, die künftigen Lkw-Fahrern das Rückwärts-Einparken mit Anhänger beibringt, die Ingenieurin, die einen Maschinenbaubetrieb leitet, und die Tischlermeisterin, die mit Schwung und Präzision den Hobel führt. Aber sie sind in der Unterzahl. Die Handwerkskammern wollen nun mehr Mädchen für Männerberufe begeistern. Recht so.

Denn viele Mädels könnten durchaus Autos reparieren oder anderen aufs Dach steigen und hätten sogar Spaß daran. Sie wissen es nur noch nicht. Der Girls’ Day allein wird das nicht ändern. Also müssen Unternehmen offensiver werden, in Schulklassen oder interessierten Gruppen schiefe Berufsbilder geraderücken und zeigen, dass sich ein Umsteuern lohnen kann: Dank des demografischen Wandels werden in den Firmen viele Posten frei, die wieder besetzt werden müssen, auch in Chefetagen. Das eröffnet neue Aufstiegschancen.