Die Frauen in der CDU sind entsetzt – und das zu Recht. Gerade mal eine Frau kam zum Zuge bei der Besetzung von in der Fraktion zu vergebenden Führungsposten. Man(n) mag einwenden, dass die Frauen selbst Einfluss verspielt haben, da sie für sie vorgesehene Ämter nicht besetzen wollten. Doch es ist auch zu respektieren, wenn eine auf Angriff gepolte Politikerin wie Eva Feußner es ablehnt, den moderierenden Posten einer Bildungsausschussvorsitzenden zu übernehmen.

Sicher hätten sich Kompromisse finden können, doch das ist in dieser CDU-Fraktion derzeit nicht möglich. Sie hat es verlernt, Konflikte offen zu diskutieren. Zu viele Risse gehen durch die Truppe. Es geht um Mann oder Frau, um Nord und Süd, um Stadt und Land, um Haseloff-Freunde, Leimbach-Gegner und so weiter und so fort. Was am Ende dabei herauskommt, ist vielen egal. Der neue Fraktionschef Schröder hat viel zu tun. (Sachsen-Anhalt)