Sachsen-Anhalts Bündnisgrüne haben bei ihrem Landesparteitag Aufbruchstimmung versprüht. Der Wiedereinzug in den Landtag nach 13 Jahren hat die zuweilen recht zänkische Partei zusammengeschweißt – erst einmal. Wenn der Siegestaumel abgeklungen ist, wird sich zeigen, wie gefestigt die Grünen tatsächlich sind.

Die neue Führungsspitze erwartet viel Arbeit. Die Mitgliederzahl ist gering, Parteistrukturen vor Ort (vor allem im ländlichen Raum) müssen verbessert werden. Auch andere Diskussionen werden zunehmend in den Vordergrund rücken. Zum Beispiel: Wie gehen die Grünen mit der Linken und deren SED-Vergangenheit um? Wie füllen die Grünen ihre Oppositionsrolle aus? Konfrontativ oder konstruktiv? Andere Parteien haben sich inzwischen auf originär grünen Feldern breitgemacht, etwa in der Energiepolitik. Das heißt: Wollen die Grünen langfristig Erfolg haben, müssen sie ihre Themenpalette vergrößern.