Die Linke befindet sich derzeit in schwerem Fahrwasser. Die Partei, die vor nicht allzu langer Zeit vor Selbstbewusstsein noch zu bersten drohte, übt sich jetzt in neuer Bescheidenheit. Personalquerelen in der Bundesspitze belasten die Linke ebenso wie die konfliktgeladene Strategie- und Programmdebatte. Der Höhenflug ist gestoppt.

Auch in Sachsen-Anhalt hat die Linke ihre hochgesteckten Ziele nicht erreicht. Das Ergebnis bei der Landtagswahl war für die erfolgsverwöhnte Partei ernüchternd. Die Linke, die so gern mitregiert hätte, sitzt nun wieder auf den harten Oppositionsbänken.

Es spricht für die recht gute Verfassung der Landespartei, dass sie jetzt nicht lange herumjammert, sondern die Oppositionsrolle ohne Wenn und Aber annimmt. Der teils recht schwammige Koalitionsvertrag von CDU und SPD bietet durchaus Angriffsflächen. Die Linke hat der schwarz-roten Allianz am Sonnabend eine klare Kampfansage erteilt.