Sachsen-Anhalts Umweltstaatssekretär Stadelmann ist nicht mehr im Amt. Damit hat sich die Landesregierung erst einmal Luft verschafft. Denn der unter dem Verdacht des Geheimnisverrats stehende Spitzenbeamte war längst zu einer Belastung für die gesamte Landesregierung geworden und hatte zuletzt vor allem Ministerpräsident Haseloff und Umweltminister Aeikens zunehmend in Bedrängnis gebracht. Letztere zogen jetzt die Reißleine.

Doch kann mit dem versuchten Befreiungsschlag der gewünschte Effekt, nämlich das Ende der leidigen Diskussion, erreicht werden? Nein. Denn Stadelmann schweigt nach wie vor. Die spannende Frage, warum er rechtswidrig Protokolle aus dem Müll-Untersuchungsausschuss weitergeleitet haben soll, bleibt weiter unbeantwortet. Das eröffnet viel Raum für Spekulationen aller Art. In der Müll-Affäre kann durchaus noch viel Brisanz stecken. (Seite 1)