Am Atomausstieg innerhalb von zehn Jahren ist nicht mehr zu rütteln. Das ist eine der Kernbotschaften des Berichts, den die von der Bundesregierung eingesetzte Ethikkommission heute der Kanzlerin übergeben wird. In den vergangenen Wochen war heftig um den Zeitpunkt gestritten worden. Die einen lieferten sich einen Überbietungswettbewerb nach dem Motto "je früher, desto besser". Und die Atomlobby beschwor die Apokalypse von einem Land ohne Atomkraftwerke.

Dieser Streit überdeckte zuweilen die komplizierten Details des Ausstiegs. Unbestritten ist: Parallel zum Ausstieg muss es einen ambitionierten Einstieg geben. Und zwar in erneuerbare Energien, in den Ausbau der Übertragungsnetze und der Kapazitäten zum Stromspeichern sowie in energiesparende Verfahren. Dieser Kraftakt gehört zum Atomausstieg dazu. Erst dann wird Atomkraft wirklich zum Auslaufmodell. (Politik)