Heute ist der internationale Tag der Pflege. Er ist im Kalender nicht rot, ja in den meisten Kalendern nicht einmal als solcher verzeichnet. Er ist ja auch kein Feiertag, auch wenn es die vielen, vielen Frauen (und wenigen Männer) in den Pflegeberufen mehr als verdient hätten, gefeiert zu werden. Ganz zu schweigen von den Familien, in denen die Pflege eines kranken Angehörigen den Alltag bestimmt.

An dem Tag muss festgestellt werden, dass die Pflegeberufe wahrlich eine bessere gesellschaftliche Anerkennung verdienten. Deshalb auch ist die Forderung der in der Pflege Tätigen nach gerechterer Entlohnung, nach Einhaltung des mühsam von der Pflegekommission ausgehandelten Zeitplanes für die Einführung des Mindestlohnes durchaus legitim. Zumal die Pflege – nicht zuletzt angesichts der demografischen Entwicklung – im häuslichen wie im stationären Bereich einen immer größeren Aufwand erfordert. (Seite 1)