Eine Ära geht zu Ende: Nach fast 30 Jahren im Einsatz, 130 Flügen und zwei tödlichen Unfällen hebt im November zum letzten Mal ein Space Shuttle von Cape Canaveral ab. Mit dem wieder verwendbaren Orbitalgleiter endet auch ein Stück Faszination, die das Raumschiff auf die Menschen in aller Welt ausübte.

Ab November stehen die USA damit zum ersten Mal seit Jahrzehnten ohne ein bemanntes Raumfahrtprogramm da, laut Präsident Obama sind die Nachfolgeprogramme "zeitlich und finanziell nicht tragbar". Der Kalte Krieg ist vorbei, das Auftrumpfen im Weltraumrennen mit dem Ostblock nicht mehr nötig. Flüge zum Mond oder zum Mars rücken damit in weite Ferne, Russland übernimmt mit seinen Sojuskapseln die Versorgung der Internationalen Raumstation. Die USA setzen andere, irdische Schwerpunkte, investieren lieber in die Rüstung. Schade, findet ein bekennender Weltraumfan. (Rund um die Welt)