Hätte er den Untersuchungsausschuss verhindern können oder nicht? Innenminister Hövelmann sagt: Nein. Und meint, dass sich die Opposition so auf ihn eingeschossen habe, dass selbst sein Zurückrudern und der Marschbefehl für seine zwei in eine Affäre verwickelten Beamten an die Innenausschussfront nicht mehr kriegsentscheidend gewesen wären.

Doch ist das wirklich so? Hätten der Ex-Chef der Polizeiabteilung Liebau und sein ehemaliger Personalchef Vagedes Hövelmanns Segen bekommen, vor dem Abgeordnetengremium Rede und Antwort zu stehen, wären den Innenexperten früher oder später die Fragen ausgegangen. Hövelmann wäre die peinliche Vorladung vor den Untersuchungsausschuss erspart geblieben. Das hat er wohl inzwischen auch schon selbst erkannt. Doch der mit dem Image des milden Innenministers Behaftete kann wohl nicht über seinen eigenen Schatten springen. (Sachsen-Anhalt)