Wenn sich Sachsen-Anhalts Gastronomen darüber beschweren, dass immer weniger Gäste ihre Speis- und Trank-Offerten nutzen, sollten sie sich spätestens im gleichen Atemzug die Frage "Warum wohl?" stellen. Natürlich könnte man an die gefühlte Eins-zu-eins Umstellung der Preise von D-Mark auf Euro erinnern. Aber damit wäre die aktuelle Lage nicht erklärt.

Tatsache ist, dass immer mehr Menschen immer weniger Geld zur Verfügung haben – Benzin, Strom, Heizung, Krankenversicherung sind hier nur einige Stichworte. Im Gegensatz zum Gaststättenbesuch aber ist davon nichts verzichtbar. Wer für ein Sülzkotelett mit Röstern acht Euro haben will, darf sich nicht wundern, wenn die Speisenkarte vor dem Restaurant für den Bewirtungswilligen zur Endstation wird …