Washington - Als üble Folterknechte hat der französische Journalist Didier François die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) während seiner zehnmonatigen Geiselhaft kennengelernt.

"Wir konnten manchmal Einheimische in den Gängen sehen, wenn wir zu den Toiletten gebracht wurden. Einige lagen blutverschmiert am Boden. Überall hingen Ketten, Seile und Eisenstangen", berichtete der im April 2014 freigelassene Journalist dem TV-Sender CNN.

Er selbst sei mehrfach zusammengeschlagen worden: "Die Schläge sind hart, aber sie fanden nicht täglich statt. Manchmal passiert es. Wenn sie einen in Stücke reißen wollten, könnten sie es." Dem IS gehe es nicht um die Religion: "Es gab keine religiöse Auseinandersetzung, nur eine politische." Die Kämpfer hätten nicht einmal einen Koran gehabt.