Berlin (dpa). Was im vergangenen Spätsommer beschlossen wurde, wird nun Realität: An den Geldautomaten in Deutschland wird ab diesem Sonnabend sichtbar, was das Abheben kostet. Die fällige Gebühr wird angezeigt, bevor der Kunde die gewünschte Bargeldauszahlung bestätigt. Wem der Preis zu hoch ist, der kann den Vorgang abbrechen und zu einem anderen Automaten gehen.

Diese Lösung schafft Transparenz, die von Verbraucherverbänden erhoffte Höchstgebühr gibt es damit aber nicht. Nur die Privatbanken erklärten sich dazu bereit. Gehen Kunden einer anderen Institutsgruppe an einen ihrer Geldautomaten, dann berechnen sie ihm nun maximal 1,95 Euro. Die Privatbanken haben damit eine Messlatte gelegt, an der sich Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken orientieren dürften.

Selbstverständlich ist das aber nicht. Denn jede Sparkasse und jede Genossenschaftsbank entscheidet selbst, wie viel sie einem Fremdkunden abknöpft. Aber: "Wir gehen davon aus, dass die Preise stark sinken werden", heißt es beim Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).