• 25. Oktober 2014



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US-Amerikaner investieren 200 Millionen Euro und schaffen 200 Arbeitsplätze


Richtfest für Aluminiumwerk in Nachterstedt

06.06.2013 06:10 Uhr |


Von Torsten Scheer


Iven Schneepflug steuert eine Aluminiumblechanlage im schon bestehenden Novelis-Werk in Nachterstedt.

Iven Schneepflug steuert eine Aluminiumblechanlage im schon bestehenden Novelis-Werk in Nachterstedt. | Foto: dpa Iven Schneepflug steuert eine Aluminiumblechanlage im schon bestehenden Novelis-Werk in Nachterstedt. | Foto: dpa

Magdeburg/Nachterstedt l Der US-amerikanische Novelis-Konzern hat gestern in Nachterstedt (Salzlandkreis) für sein rund 200 Millionen Euro teures Aluminium-Recyclingwerk Richtfest gefeiert.

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Mit rund 200 Mitarbeitern und jährlich 400000 Tonnen aufbereite- tem Aluminium wird das Werk das größte seiner Art in Europa sein. Bisher ist es eine Anlage in Manchester in Großbritannien.

Gegenwärtig arbeiten bei Novelis in Nachterstedt rund 600 Frauen und Männer. Sie stellen unter anderem Aluminiumteile für den Fahrzeugbau, die Bauwirtschaft und die Getränke- industrie her. Für die Werk- erweiterung in Nachterstedt hatte unter anderem die gute Infrastruktur mit einem direkten Bahnanschluss gesprochen.

"Die Investition ist einerseits ein gutes Zeichen für den Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt und unterstreicht andererseits den hohen Stellenwert ausländischer Investoren in unserem Land", sagte gestern Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) anlässlich des Richtfestes für das neue Werk.

Information

Fast jedes Jahr riesige Millionen-Ansiedlungen

Die größten Investitionen in Sachsen-Anhalt der vergangenen Jahre:

2012: Aluwerk Novelis Nachterstedt(200 Millionen Euro)

2012: Rechenzentrum T-Systems in Biere (mehr als 100 Millionen Euro)

2011: IDT Biologika Dessau (Arzneimittel; 85 Millionen Euro)

2010: Styron Schkopau (Chemie; 91 Millionen Euro) und DOMO Caproleuna (Chemie, rund 100 Millionen Euro)

2008: Flachglaswerk Os- terweddingen (188 Millionen Euro) und Schwenk Dämmstoffwerk Bernburg (120 Millionen Euro)

Es sei kein Zufall, dass Sachsen-Anhalt führend bei den ausländischen Direktinvestitionen in Ostdeutschland sei, betonte Haseloff mit Verweis auf die zentrale Lage Sachsen-Anhalts in Europa, die in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen aufstrebenden osteuropäischen Märkte vor der Haustür oder eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur.

Für das Projekt gibt es Fördermittel in Höhe von zehn Millionen Euro.

Novelis hat sich zum Ziel gesetzt, dass künftig etwa 80 Prozent aller für die eigene Produktion verwendeten Materialien aus wiederaufbereiteten Stoffen bestehen. Dazu soll in dem neuen Werk Aluminiumschrott wie zum Beispiel gebrauchte Getränkebüchsen eingeschmolzen und in Aluminiumbarren umgegossen werden. Das Besondere dieses Prozesses: Während bei der herkömmlichen Aluminiumherstellung aus Bauxit riesige Mengen Strom benötigt werden, sinkt beim Recyclingverfahren der Energieaufwand um das Zwanzigfache.

Das Aluminium-Recyclingwerk gehört zu den größten Investitionen in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren.

Der Novelis-Konzern betreibt weltweit 25 Fertigungswerke und Recycling-Center in zehn Ländern und beschäftigt 11000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist globaler Marktführer für Aluminium-Walzprodukte, weltweit der größte Wiederverwerter von Aluminium und macht einen Jahresumsatz von mehr als zehn Milliarden US-Dollar. Meinung



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Copyright © Volksstimme 2014
Dokument erstellt am 2013-06-06 02:17:04
Letzte Änderung am 2013-06-06 06:10:56

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Erstaunlich, wie blauäugig manche an diese Sache herangehen. Das Privatkundengeschäft interessiert die Taxiunternehmen herzlich wenig. Lukrativ sind Krankenfahrten, welche von Patienten bzw. deren Krankenkassen beglichen werden. Und somit zahlen alle. Natürlich wird mit denen auch neu verhandelt und "angepasst". Denn wer die Möglichkeit hat, verzichtet schon jetzt auf diese "Dienstleistung".

von der_nutzer am 24.10.2014, 08:06 Uhr

Mit Herrn Möllring haben wir uns ein dickes Kuckuckskind ins Nest legen lassen.Im Verbund mit unserem"Landespappi"ein Duo,dass sehr Lobbyorientiert agiert-aber völlig losgelöst von der Zukunft. Neulich im MDR Fernsehen war ich schon entsetzt,zu hören,dass wir fürs Lutherjubiläum über 100 Millionen in die Hand gemnommen haben.Nun noch das Bahnhofstunnelgrab und der Zukunft des Landes ,Universitäten usw.jeden möglichen Euro vorenthalten. Wir sollten solchen Mandatsträgern,wie Möllring und Konsorten auch mit dem Stift,bei der nächsten Wahl,Ihre Zukunft streichenEs gibt eben noch andere PLagen als wie Ebola.

von sigfrid2 am 24.10.2014, 06:14 Uhr

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