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US-Amerikaner investieren 200 Millionen Euro und schaffen 200 Arbeitsplätze


Richtfest für Aluminiumwerk in Nachterstedt

06.06.2013 06:10 Uhr |


Von Torsten Scheer


Iven Schneepflug steuert eine Aluminiumblechanlage im schon bestehenden Novelis-Werk in Nachterstedt.

Iven Schneepflug steuert eine Aluminiumblechanlage im schon bestehenden Novelis-Werk in Nachterstedt. | Foto: dpa Iven Schneepflug steuert eine Aluminiumblechanlage im schon bestehenden Novelis-Werk in Nachterstedt. | Foto: dpa

Magdeburg/Nachterstedt l Der US-amerikanische Novelis-Konzern hat gestern in Nachterstedt (Salzlandkreis) für sein rund 200 Millionen Euro teures Aluminium-Recyclingwerk Richtfest gefeiert.

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Mit rund 200 Mitarbeitern und jährlich 400000 Tonnen aufbereite- tem Aluminium wird das Werk das größte seiner Art in Europa sein. Bisher ist es eine Anlage in Manchester in Großbritannien.

Gegenwärtig arbeiten bei Novelis in Nachterstedt rund 600 Frauen und Männer. Sie stellen unter anderem Aluminiumteile für den Fahrzeugbau, die Bauwirtschaft und die Getränke- industrie her. Für die Werk- erweiterung in Nachterstedt hatte unter anderem die gute Infrastruktur mit einem direkten Bahnanschluss gesprochen.

"Die Investition ist einerseits ein gutes Zeichen für den Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt und unterstreicht andererseits den hohen Stellenwert ausländischer Investoren in unserem Land", sagte gestern Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) anlässlich des Richtfestes für das neue Werk.

Information

Fast jedes Jahr riesige Millionen-Ansiedlungen

Die größten Investitionen in Sachsen-Anhalt der vergangenen Jahre:

2012: Aluwerk Novelis Nachterstedt(200 Millionen Euro)

2012: Rechenzentrum T-Systems in Biere (mehr als 100 Millionen Euro)

2011: IDT Biologika Dessau (Arzneimittel; 85 Millionen Euro)

2010: Styron Schkopau (Chemie; 91 Millionen Euro) und DOMO Caproleuna (Chemie, rund 100 Millionen Euro)

2008: Flachglaswerk Os- terweddingen (188 Millionen Euro) und Schwenk Dämmstoffwerk Bernburg (120 Millionen Euro)

Es sei kein Zufall, dass Sachsen-Anhalt führend bei den ausländischen Direktinvestitionen in Ostdeutschland sei, betonte Haseloff mit Verweis auf die zentrale Lage Sachsen-Anhalts in Europa, die in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen aufstrebenden osteuropäischen Märkte vor der Haustür oder eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur.

Für das Projekt gibt es Fördermittel in Höhe von zehn Millionen Euro.

Novelis hat sich zum Ziel gesetzt, dass künftig etwa 80 Prozent aller für die eigene Produktion verwendeten Materialien aus wiederaufbereiteten Stoffen bestehen. Dazu soll in dem neuen Werk Aluminiumschrott wie zum Beispiel gebrauchte Getränkebüchsen eingeschmolzen und in Aluminiumbarren umgegossen werden. Das Besondere dieses Prozesses: Während bei der herkömmlichen Aluminiumherstellung aus Bauxit riesige Mengen Strom benötigt werden, sinkt beim Recyclingverfahren der Energieaufwand um das Zwanzigfache.

Das Aluminium-Recyclingwerk gehört zu den größten Investitionen in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren.

Der Novelis-Konzern betreibt weltweit 25 Fertigungswerke und Recycling-Center in zehn Ländern und beschäftigt 11000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist globaler Marktführer für Aluminium-Walzprodukte, weltweit der größte Wiederverwerter von Aluminium und macht einen Jahresumsatz von mehr als zehn Milliarden US-Dollar. Meinung



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Copyright © Volksstimme 2015
Dokument erstellt am 2013-06-06 02:17:04
Letzte Änderung am 2013-06-06 06:10:56

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Gute Idee! Am besten gehen ältere Politiker mit gutem Beispiel voran. Die sind dank großzügiger Pensionen ja hervorragend versorgt und könnten durchaus sogar noch jemandem bei sich aufnehmen, quasi dezentral. Für mich stellt Haseloffs Idee mal wieder den Versuch dar, die eigene Verantwortung auf andere Personen abzuwälzen. Ähnlich wie die oft geforderte Zivilcourage beim Kampf gegen Rechts, Kriminalität usw.

von ostelbier am 29.03.2015, 14:20 Uhr

Das ist sehr interessanter Artikel. Danke. Aber da wären noch ein paar Fragen. Woher kommt die Zahl 500 Schweine im Bundesdurchschnitt? Eine google-Recherche offenbart einen Bundesdurchschnitt von 1500 Tieren. Davon ist das LSA also gar nicht weit weg. Würde der Herr Puls allen Einwohner des Landes jederzeit Zugang zu seinem Schlafzimmer gewähren? Warum sollten dann Züchter den Zugang zu den Ställen gewähren? Ein Huhn hat ein Gewicht von 3 bis 5kg. Wie schwer ist Herr Puls, dass er sich und Die Einwohner Stendals mit Hühnern vergleicht? Auch wenn Herr Zogbaum sich als Leibeigenen dieser Welt betrachtet - ich tute es nicht. Aber mit den tickenden Zeitbomben hat er recht. Jede Biogasanlage stellt ein Umweltrisiko dar. Berichte und Bilder über die Schäden die diese Anlagen anrichten können, findet man zuhauf im Internet. Falls also gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wird, ist eine Initiative überflüssig. Dann kann geklagt werden. Nein, dann muss geklagt werden. Das geht sogar als Einzelperson. Besonders, wenn gegen das Grundgesetz verstoßen wird. Ach ja, und die Kommission... In wie weit ist eine solche Kommission denn unabhängig, wenn sie aus Politikern besteht, die doch vorher diese Anlagen genehmigt haben. Umweltaktivisten, die gegen solche Anlagen kämpfen sind wohl auch als andere als unvoreingenommen und damit wohl kaum unabhängig. Welche "anderen" Gruppen sollen noch dazu? Kernkraftgegner? Kirchenvertreter? Kulturschaffende? Gewerkschafter? Wie wäre es mit Angehörigen der Landwirtschaft? Ach nee - die könnten ja für Massentierhaltung sein. Das würde ja alles wieder kaputt machen. Genauso gut könnte man fordern, das RWE, EON und Vattenfall eine unabhängige Kommission bilden, die Richtlinien für eine ökonomische, ökologische, ethische und soziale zukunftsfähige Kernenergienutzung erarbeiten.

von Altmaerker0815 am 29.03.2015, 13:37 Uhr

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